DIN EN ISO/IEC 27001 In Kraft
DIN (Deutsches Institut für Normung e. V.)

Informationssicherheit, Cybersicherheit und Datenschutz - Informationssicherheitsmanagementsysteme - Anforderungen (ISO/IEC 27001:2022); Deutsche Fassung EN ISO/IEC 27001:2023

Metadata

Preis: 105,20 EUR
Englischer Titel: Information security, cybersecurity and privacy protection - Information security management systems - Requirements (ISO/IEC 27001:2022); German version EN ISO/IEC 27001:2023
Ersatzvermerk: Dieses Dokument ersetzt DIN EN ISO/IEC 27001:2017-06 . Dieser Artikel wurde geändert durch: DIN EN ISO/IEC 27001/A1:2024-11
Einführungsbeitrag: Dieses Dokument legt die Anforderungen für die Einrichtung, Umsetzung, Aufrechterhaltung und fortlaufende Verbesserung eines Informationssicherheitsmanagementsystems im Kontext der Organisation fest. Darüber hinaus beinhaltet dieses Dokument Anforderungen für die Beurteilung und Behandlung von Informationssicherheitsrisiken entsprechend den individuellen Bedürfnissen der Organisation. Die in diesem Dokument festgelegten Anforderungen sind allgemein gehalten und sollen auf alle Organisationen, ungeachtet ihrer Art und Größe, anwendbar sein. Das zuständige nationale Normungsgremium ist der Gemeinschaftsarbeitsausschuss NA 043-04-13 GA "DIN/DKE Gemeinschaftsgremium Cybersecurity" im DIN-Normenausschuss Informationstechnik und Anwendungen (NIA).

Zusätzliche Angaben

AI Generated
Typ: Norm
Rechtsaspekt: IT-Sicherheit

Versionsverlauf

2024

Version 01.01.2024

Gegenüber DIN EN ISO/IEC 27001:2017-06 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) der Text wurde an die harmonisierte Struktur für Managementsystemnormen und an ISO/IEC 27002:2022 angepasst.

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Beziehungen zu anderen Dokumenten

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• ISO/IEC 27000: Sie enthält Grundlagen und Begriffe zum Informationssicherheitsmanagement und bildet die terminologische Basis für die Anwendung von ISO/IEC 27001. • ISO/IEC 27002: Sie konkretisiert Maßnahmen zur Informationssicherheit und dient als wichtige Orientierung für die Auswahl und Umsetzung geeigneter Kontrollen im Rahmen von ISO/IEC 27001. • ISO/IEC 27005: Sie ergänzt die Norm insbesondere im Bereich des Managements von Informationssicherheitsrisiken. • ISO/IEC 27701: Sie erweitert Managementsysteme um Anforderungen und Leitlinien für Datenschutzinformationen und baut typischerweise auf ISO/IEC 27001 auf. • DIN EN ISO 9001: Sie ist aufgrund der gemeinsamen Managementsystemstruktur besonders relevant, wenn integrierte Managementsysteme aufgebaut oder zusammengeführt werden.

Anwendungsbereich

DIN EN ISO/IEC 27001 ist eine Norm und keine staatliche Rechtsvorschrift; sie entfaltet ihre rechtliche Wirkung daher grundsätzlich nicht unmittelbar durch Gesetzeskraft, sondern vor allem über vertragliche Vereinbarungen, Zertifizierungen, Ausschreibungen, Organisationspflichten sowie als anerkannter Maßstab ordnungsgemäßer Sicherheitsorganisation. Systematisch ist sie dem Bereich Informationssicherheitsmanagement, Cybersicherheit und Datenschutz mit Schnittstellen insbesondere zum Datenschutz-, IT-Sicherheits- und Organisationsrecht zuzuordnen. Inhaltlich legt die Norm Anforderungen an die Einführung, Aufrechterhaltung und fortlaufende Verbesserung eines Informationssicherheitsmanagementsystems fest. Sie behandelt insbesondere den Organisationskontext, Führung, Planung, Unterstützung, Betrieb, Leistungsbewertung und Verbesserung sowie den risikobasierten Umgang mit Informationssicherheitsrisiken. • Der Anwendungsbereich ist grundsätzlich organisationsübergreifend angelegt und erfasst Unternehmen, öffentliche Stellen und sonstige Organisationen jeder Art und Größe, soweit ein Informationssicherheitsmanagementsystem eingerichtet, betrieben oder zertifiziert werden soll. Relevante Akteure sind insbesondere Leitungsebene, verantwortliche Funktionen für Informationssicherheit, Prozessverantwortliche, Beschäftigte sowie externe Dienstleister, soweit diese in das Managementsystem und die beherrschten Prozesse eingebunden sind. Die Norm ist branchenoffen formuliert und auf unterschiedliche Tätigkeiten, Standorte und Auslagerungen anpassbar. Bereichsausnahmen bestehen nicht als gesetzliche Privilegierung, jedoch kann der konkrete Geltungsbereich des Managementsystems von der Organisation festgelegt und begrenzt werden, sofern dieser definiert, dokumentiert und konsistent angewendet wird. • In der Praxis dient die Norm als strukturierter Maßstab, um Informationswerte, Prozesse und Verantwortlichkeiten systematisch zu erfassen, Risiken zu bewerten und angemessene Sicherheitsmaßnahmen organisatorisch zu verankern. Sie wird häufig als Grundlage für interne Governance, für Nachweise gegenüber Kunden und Auftraggebern sowie für Zertifizierungen verwendet. Für die Leitungsebene bedeutet dies insbesondere dokumentierte Verantwortungszuweisung, Zielsteuerung, Überwachung und kontinuierliche Verbesserung der Sicherheitsorganisation. Für operative Bereiche folgt daraus die Pflicht zur Einbindung sicherheitsrelevanter Prozesse, Kontrollen und Nachweise in den laufenden Geschäftsbetrieb.

Stand: 30.06.2026