Verordnung (EU) 2019/2144 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über die Typgenehmigung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern sowie von Systemen, Bauteilen und selbstständigen technischen Einheiten für diese Fahrzeuge im Hinblick auf ihre allgemeine Sicherheit und den Schutz der Fahrzeuginsassen und von ungeschützten Verkehrsteilnehmern, zur Änderung der Verordnung (EU) 2018/858 des Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung der Verordnungen (EG) Nr. 78/2009, (EG) Nr. 79/2009 und (EG) Nr. 661/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates sowie der Verordnungen (EG) Nr. 631/2009, (EU) Nr. 406/2010, (EU) Nr. 672/2010, (EU) Nr. 1003/2010, (EU) Nr. 1005/2010, (EU) Nr. 1008/2010, (EU) Nr. 1009/2010, (EU) Nr. 19/2011, (EU) Nr. 109/2011, (EU) Nr. 458/2011, (EU) Nr. 65/2012, (EU) Nr. 130/2012, (EU) Nr. 347/2012, (EU) Nr. 351/2012, (EU) Nr. 1230/2012 und (EU) 2015/166 der Kommission (Text von Bedeutung für den EWR)
Metadata
Zusätzliche Angaben
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Versionsverlauf
Version 07.01.2026
Konsolidierte Version (CELEX ID: 02019R2144-20260107) (Consolidation ID: 2019R2144/20260107)
LinkVersion 01.09.2025
Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 117 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 152 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 127 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer B9 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer E7 Änderung — Zusatz — Anhang II Abschnitt E Nummer E10 Änderung — Zusatz — Anhang II Abschnitt E Nummer E11 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 79 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 34 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 25 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 100 Änderung — Zusatz — Anhang I Nummer 171 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer C10 Änderung — Zusatz — Anhang II Tabelle NOTE Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer B2 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer E6 Änderung — Zusatz — Anhang I Nummer 167 Änderung — Ersetzung — Anhang II FOOTNOTE 5 Änderung — Zusatz — Anhang I Nummer 169
Link VO (EU) 2025/1122
Version 01.09.2025
Konsolidierte Version (ELI ID: reg:2019:2144:2025-09-01) (Consolidation ID: 2019R2144/20250901) (CELEX ID: 02019R2144-20250901)
LinkVersion 05.09.2022
Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer B11 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 145 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 80 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer E4 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 135 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 95 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 29 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer D4 Änderung — Zusatz — Anhang II FOOTNOTE 11 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer B12 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 48 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer B3-B7 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 137 Änderung — Zusatz — Anhang II FOOTNOTE 12 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 90 Änderung — Zusatz — Anhang I FOOTNOTE (h) Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer C7 Änderung — Zusatz — Anhang I Nummer 155 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer F4 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 45 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer D18 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer C9 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 122 Änderung — Zusatz — Anhang II FOOTNOTE 10 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer A9 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 44 Änderung — Zusatz — Anhang I Nummer 157-159 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer C13 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer D16 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer A8 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 118 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 14 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer D3 Änderung — Zusatz — Anhang II FOOTNOTE 9 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer C6 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 141 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 17 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 142 Änderung — Zusatz — Anhang II FOOTNOTE 8 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer C14 Änderung — Zusatz — Anhang I Nummer 161-163 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer F7-F11 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer A27 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 126 Änderung — Zusatz — Anhang II FOOTNOTE 7 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer E7 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer E6 Änderung — Zusatz — Anhang I Text Änderung — Zusatz — Anhang I Nummer 148-153 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 94 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer F1 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer C3 Änderung — Ersetzung — Anhang I Nummer 127 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer A18 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer F2 Änderung — Ersetzung — Anhang II Nummer D11-D13
Link VO (EU) 2022/1398
Version 05.09.2022
Konsolidierte Version (Consolidation ID: 2019R2144/20220905) (CELEX ID: 02019R2144-20220905) (ELI ID: reg:2019:2144:2022-09-05)
LinkVersion 06.07.2022
Änderung — Zusatz — Anhang I Text Änderung — Ersetzung — Anhang II Teil E Text Ergänzung
Link VO (EU) 2022/545Version 27.11.2019
Work document date
Beziehungen zu anderen Dokumenten
• Verordnung (EU) 2018/858 v. 30. Mai 2018: Sie bildet den übergeordneten Rahmen des EU-Typgenehmigungs- und Marktüberwachungsrechts; die Verordnung (EU) 2019/2144 ist ein besonderer Rechtsakt für dieses Verfahren und ändert deren Anhang II. • Verordnung (EG) Nr. 661/2009 v. 13. Juli 2009: Sie war die zentrale Vorgängerregelung zur allgemeinen Fahrzeugsicherheit und wird durch die Verordnung (EU) 2019/2144 ersetzt und aufgehoben. • Verordnung (EG) Nr. 78/2009 v. 14. Januar 2009: Sie regelte die Typgenehmigung im Hinblick auf den Schutz von Fußgängern und anderen ungeschützten Verkehrsteilnehmern und wird aufgehoben. • Verordnung (EG) Nr. 79/2009 v. 14. Januar 2009: Sie regelte die Typgenehmigung wasserstoffbetriebener Kraftfahrzeuge und wird durch die neuen Anforderungen zu Wasserstoffsystemen ersetzt. • Verordnung (EU) 2016/679 v. 27. April 2016: Sie ist für jede Verarbeitung personenbezogener Daten relevant, insbesondere bei ereignisbezogener Datenaufzeichnung sowie Warnsystemen zur Müdigkeit, Aufmerksamkeit und Konzentration des Fahrers.
Text
Anwendungsbereich
Die Verordnung (EU) 2019/2144 ist eine unmittelbar in den Mitgliedstaaten geltende EU-Verordnung im Typgenehmigungsrecht für Kraftfahrzeuge. Systematisch konkretisiert sie als besonderer Rechtsakt das in der Verordnung (EU) 2018/858 geregelte EU-Typgenehmigungsverfahren und verknüpft allgemeine Sicherheitsanforderungen mit technischen Einzelanforderungen, UN-Regelungen sowie delegierten und Durchführungsrechtsakten. Zugleich ändert sie die Verordnung (EU) 2018/858 und hebt die bisherigen Verordnungen (EG) Nr. 78/2009, (EG) Nr. 79/2009 und (EG) Nr. 661/2009 samt zahlreicher Durchführungsakte auf. Inhaltlich verpflichtet sie Hersteller dazu, neue Fahrzeuge, Systeme, Bauteile und selbstständige technische Einheiten nur typgenehmigungskonform in Verkehr zu bringen und erweitert die Sicherheitsanforderungen insbesondere um Fahrerassistenzsysteme, Schutz ungeschützter Verkehrsteilnehmer, Anforderungen an Reifen, Wasserstoffsysteme sowie automatisierte und vollautomatisierte Fahrzeuge. • Der Anwendungsbereich erfasst Fahrzeuge der Klassen M, N und O sowie die dafür konstruierten und gebauten Systeme, Bauteile und selbstständigen technischen Einheiten. Adressiert werden vor allem Hersteller, Genehmigungsbehörden der Mitgliedstaaten, mittelbar auch technische Dienste sowie Marktakteure, die Bauteile und technische Einheiten in Verkehr bringen oder in Betrieb nehmen. Für einzelne Anforderungen gelten differenzierte Zeitpunkte, fahrzeugklassenspezifische Sonderregeln und Ausnahmen, etwa für bestimmte schwere Nutzfahrzeuge bei Spurhaltewarnsystemen und hochentwickelten Notbrems-Assistenzsystemen, für automatisierte Fahrzeuge bei speziellen Überwachungs- und Datensystemen oder für Fahrzeuge geringer Stückzahl, soweit Anforderungen mit Nutzung oder Konstruktion unvereinbar oder unverhältnismäßig wären. Ergänzend bestehen Übergangsregelungen für bereits erteilte EU-Typgenehmigungen und für einzelne Reifenanforderungen. • In der Praxis bedeutet dies, dass neue Fahrzeugtypen nur noch zugelassen und vermarktet werden können, wenn die jeweils einschlägigen Sicherheits- und Typgenehmigungsanforderungen fristgerecht erfüllt sind. Hersteller müssen die technische Konzeption frühzeitig an Vorgaben zu Notbrems-Assistenzsystemen, intelligentem Geschwindigkeitsassistenten, Rückfahrassistenten, Datenaufzeichnung, Sichtanforderungen oder Wasserstoffsystemen ausrichten. Behörden verweigern bei Nichtkonformität die Typgenehmigung oder untersagen Zulassung, Inverkehrbringen oder Inbetriebnahme. Damit wird die Produktsicherheit über den gesamten Genehmigungsprozess deutlich stärker formalisiert und ausgeweitet.
Stand: 01.07.2026
Empfehlungen und Anforderungen
Hersteller: • Pflicht: Es ist nachzuweisen, dass alle neuen Fahrzeuge, Systeme, Bauteile und selbstständigen technischen Einheiten vor Inverkehrbringen, Zulassung oder Inbetriebnahme nach den Anforderungen der Verordnung typgenehmigt sind. • Pflicht: Fahrzeuge sind so zu konstruieren, zu bauen und zusammenzubauen, dass die Gefahr von Verletzungen der Fahrzeuginsassen und ungeschützten Verkehrsteilnehmer möglichst gering ist. • Pflicht: Die jeweils einschlägigen technischen Anforderungen, Prüfverfahren und Ausstattungspflichten, etwa zu Reifendrucküberwachungssystemen, Fahrerassistenzsystemen, Datenaufzeichnung, Sichtanforderungen oder Wasserstoffsystemen, sind ab den festgelegten Zeitpunkten einzuhalten. • Empfehlung: Entwicklungs-, Validierungs- und Dokumentationsprozesse sollten frühzeitig auf fahrzeugklassenspezifische Fristen, UN-Regelungen sowie künftige delegierte und Durchführungsrechtsakte ausgerichtet werden. Genehmigungsbehörden der Mitgliedstaaten: • Pflicht: Für neue Typen ist die EU-Typgenehmigung oder nationale Typgenehmigung zu verweigern, wenn die einschlägigen Anforderungen zu den maßgeblichen Zeitpunkten nicht erfüllt sind. • Pflicht: Übereinstimmungsbescheinigungen sind für die Zulassung neuer Fahrzeuge nicht mehr als gültig anzuerkennen, wenn Fahrzeuge die einschlägigen Anforderungen nicht erfüllen. • Pflicht: Das Inverkehrbringen oder die Inbetriebnahme nichtkonformer Bauteile und selbstständiger technischer Einheiten ist zu untersagen. • Empfehlung: Prüf- und Vollzugspraxis sollte an die gestaffelten Anwendungszeitpunkte, Übergangsbestimmungen und fahrzeugklassenspezifischen Ausnahmen angepasst werden. Nationale Behörden für Unfallforschung und -analyse: • Pflicht: Daten aus ereignisbezogenen Datenaufzeichnungen dürfen ausschließlich für Unfallforschung und -analyse sowie für Zwecke der Typgenehmigung von Systemen und Bauteilen verwendet werden. • Pflicht: Der Zugriff hat auf Grundlage des Unionsrechts oder nationalen Rechts und im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung zu erfolgen. • Empfehlung: Abruf- und Auswertungsprozesse sollten so ausgestaltet werden, dass Anonymisierung, Standardschnittstellen und Zweckbindung durchgängig gewahrt bleiben.
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